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Jan 01 2010

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Ansbach – Kitzingen – Ansbach – 150 km und 1500 Höhenmeter

Eine Anspruchsvolle Rennrad-Tagestour vorgestellt vom RSG-Mitglied Ernst Sessner.
Streckenverlauf: Ansbach – Marktbergel – Ergersheim – Fränkische Bocksbeutel Strasse – Marktbreit – Kissingen – Iffigheimer Berg – Deutenheim – Ipsheim – Unteraltenbernheim – Flachslanden.
Die Tagestour führt durch wundervolle fränkische Kulturlandschaft und ist geprägt von weiten Ausblicken,
Weinbergen, waldreichen Gebieten und in der zweiten Hälfte der Tour, von ansprechenden Anstiegen. Unterwegs gibt es ausreichend Einkehrmöglichkeiten und sicherlich kann man bei Bedarf auch den einen oder anderen Espresso trinken!
Kurz gesagt, in jeder Hinsicht eine Genusstour.
Der erste Teil der Strecke führt nach Marktbergel, wobei die eiligen Fahrer auf der B13 fahren. Meine entspanntere Strecke führt jedoch über Gräfenbuch – Rosenbach – Mitteldachstetten (Ortsende rechts – Bibertttalradweg) und dann ab Oberdachstetten dem Radweg entlang, welcher am Badeweiher beginnt. An der Muna hat mich dann das erste Highlight der Tour erwartet, die Abfahrt auf der Marktbergler Steig.

Bei ordentlich Druck auf dem Pedal sind die Autos auch nicht unbedingt schneller, na ja ich meine LKW’s. Während der Abfahrt eröffnet sich nach der Bahnunterführung ein weiter Blick auf die Ebene, welche später in nördlicher Richtung durchquert wird. Mit ordentlichem Schwung auf leicht abschüssiger Bundesstraße geht es innerhalb weniger Minuten bis Buchheim, dort wird rechts abgebogen und weiter Richtung Ergersheim gefahren. Hier beginnt nun die fränkische Bocksbeutelstrasse, welche durch wellige Landschaft, an Bächen entlang Richtung Bullenheim führt. Begleitet vom Blick auf Burg Frankenberg hat mich das Paradies magisch angezogen, welches?
Na das Bullenheimer Paradies. Baulich unterscheiden sich die Dörfer nun deutlich von Ansbach, hier ist der Einfluss des Weinanbaus ersichtlich und in jeder Ortschaft wollen mich Schilder, wie Heckenwirtschaft, Weinfest, etc. von der weiteren Tour abhalten. Die Pause wird sich dann aber im Herbst ergeben, eventuell. bei der Weinfahrt der RSG Ansbach.
Von Seinsheim geht es in einem schönen Tal mit Bachlauf entlang Richtung Obernbreit und schneller als gedacht, bin ich in Marktbreit. Normalerweise fährt man an Marktbreit nur vorbei, aber nun ergibt sich die Möglichkeit einer kurzen Tour durch die Stadt.
Ein kurzer Blick auf http://www.marktbreit.de verspricht einiges in Sachen mittelalterlicher Historie.
Der Radweg nach Kitzingen führt rechts der Staatsstraße (Umleitung U47) in Richtung Marktsteft, von wo es dann längs dem Main entlang geht und sich immer wieder Blicke auf den Fluss ergeben.
Um zum Marktplatz in Kitzingen zu kommen, muss man nun über eine der Brücken zur anderen Mainseite wechseln. Kitzingen ist geprägt durch den Weinhandel und vielfältige kulturelle Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Museen, etc.
Näheres unter http://www.kitzingen.de .
Mir hat etwas Espresso und Kuchen am Marktplatz gereicht und ich mache mich wieder auf den Rückweg. Den Markplatz verlasse ich in Richtung alte Mainbrücke und auf dem Radweg links der B8 in Richtung Nürnberg habe ich innerhalb weniger Minuten die Stadtgrenze erreicht.
Über Mainbernheim und Willanzheim geht es Richtung südlicher Steigerwald und die ersten Anstiege beginnen. Leicht links ergibt sich nochmals ein Blick über das Maintal und den nördlichen Steigerwald und geradeaus geht es von nördlicher Richtung auf den Höhenrücken des Bullenheimer Paradieses zu. Nach einigen moderaten Anstiegen geht es weiter in Richtung Markt Herrnsheim und Hüttenheim.
In Nenzenheim wird es zum ersten Mal etwas heftig. Durch den Wald geht es ca. 2 km hoch Richtung Iffigheimer Berg. Aber keine Sorge, wie im echten Leben folgt auf ein Auf auch ein Ab, in dem Fall eine super Abfahrt Richtung Krassolzheim. Von hier geht es durch eine landwirtschaftlich geprägte Gegend weiter über Ingolstadt und Ezelheim.
Nachdem die 11% Steigung in Deutenheim geschafft habe, ergibt sich von weitem ein Blick auf die Frankenhöhe mit Burg Hoheneck. Über Rüdisbronn (an der Kirche links) und Kaubenheim geht es nach Ipsheim. Markt Ipsheim ist sicherlich durch die Wein Wander Tage Anfang September bekannt, ( http://www.Ipsheim.de )
Bei dieser Radtour sollte man sich jedoch in Ipsheim seine Trinkflasche mit nicht-alkoholischem Getränk füllen, denn es geht weiter mit 9% Steigung nach Burg Hoheneck. Bei der Auffahrt ergibt sich nochmals ein weiter Blick auf Bad Windsheim und mir kommt der Gedanke, wie kühl wäre es nun in der Franken Therme!
Die nächsten Kilometer führen durch waldreiches Gebiet in Richtung Schußbach-Wald. Von der Höhe bei Burg Hoheneck folgt mit Schwung die Abfahrt mit sofortigem 10%igen Anstieg nach Eichelberg. Über Wilhelmsgreuth geht es dann weiter abwärts über Schußbach in Richtung Zenntal.
Kulturell Interessierte können hier einen Abstecher nach Trautskirchen machen und die Galerie Eigner besuchen. Bilder, Möbel, Skulpturen und ein Gelegenheit zum Kunstplausch bei einer Tasse Kaffee und Kuchen wären dort angesagt.
Meine Tour hat weiter über Unteraltenbernheim geführt, wo von aus ich bereits im Gegenlicht das Schloß von Virnsberg sehe. Durch ein wunderbares Tal geht es in Richtung Sondernohe und hier am Ortsende rechts nach Kemmathen. Evenutell hat hier die Kneipe „Schneidmühle“ geöffnet. Aber wenn’s schon kein Bier gibt, das Froschkonzert und der Blick auf Virnsberg lohnen sich auch.
Nach den ersten Kurven hoch nach Virnsberg ergibt sich mit einem Blick auf das Schloß Virnsberg ( http://www.schloss-virnsberg.de ) die Möglichkeit zum Erholen. Das Durchatmen ist nötig, denn mit 12% folgt der Anstieg in Richtung Neustetten / Flachslanden.
Nach den letzten Anstrengungen macht die Abfahrt von Flachslanden in Richtung Lehrberg so richtig Spaß und ohne viel weiteren Kraftaufwand habe ich Ansbach erreicht.

Ansbach – Kitzingen – Ansbach (OVL)

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