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Meldungen aus dem Bereich Radtourenfahren

14.06.2010 Trainingswoche in den Apuanischen Alpen
14.06.2010 Erlebnisbericht: Augsburg - Sölden - Augsburg in zwei Tagen 
03.05.2010 Bildersammlung: Trainingswochenende Vogesen
13.07.2009 Rennradwochenende in Vorarlberg

 

Trainingslager in den Apuanischen Alpen

Ansbach (mu, 14.6.2010) Fünf Rennradler der RSG waren vom 3. Juni bis 11. Juni in Pontremoli in den Apuanischen Alpen, die ein Teil des Apennin-Gebirgszugs sind. Pontremoli liegt am nördlichsten Rand der Toskana. Je ein Tag war für An- und Abreise vorgesehen, so dass Zeit für 7 wunderschöne, anspruchsvolle Touren blieb.

Jeden Tag konnten sich die Radfahrer aus Ansbach über bestes Wetter freuen. Sehr heiß ging es dann am Aufstieg zum Passo di Rastello zu: dort hatte es 36°C!

Das Hinterland von von La Spezia im Bereich von Villafranca und Pontremoli in der Region "Lunigiana" entpuppte sich als ideales Trainingsgebiet. Von Strecken auf Meereshöhe bis zu Auffahrten auf über 1250 m ü.d.M. war alles dabei.

Hinzu kommt, dass die meisten Straßen verkehrsarm sind. Obwohl auf ein paar Passstraßen die Löcher größer als die noch vorhandenen Teerstücke waren, gab es keinen Defekt zu verzeichnen.

Auch das Mittelmeer wurde zweimal erreicht; einmal durch die Cinque Terre, ein anderes mal um die Punta Bianca. Dort konnten herrliche Ausblicke entlang der Küsten und Strände, sowie ins nahegelegene Gebirge bei Carrara, der Welthauptstadt des Marmors, erlebt werden.

Gerhard Härtlein, Reinhard Trapp, Rudi Ott haben an 7 Tagen ca. 820 km und 14500 Höhenmeter zurückgelegt, Claus Zellner und Werner Wiegner an 6 Tagen ca. 710 km und 13500 Höhenmeter.

 

Nach acht Tagen kamen alle Teilnehmer voller Begeisterung mit vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen wieder zurück nach Ansbach.

 

Die GPS-Daten der einzelnen Tage können im *.gpx-Format heruntergeladen werden. Die Strecken können dann mit Google Earth betrachtet werden. Um die Höhenprofile anzusehen bietet sich das unter www.gps-freeware.de kostenlos erhältliche Programm an.

Zum Herunterladen rechts klicken und "Speichern unter.." wählen.

 

Tour 1        Tour 2        Tour 3        Tour 4        Tour 5        Tour 6        Tour 7

 

Die Bilder sind von Werner Wiegner und können durch Anklicken alle "in Groß" betrachtet werden.

 

   
Blick von der Punta Biance zu den Felsen von Carrara Blick auf die Marmor-Abbaugebiete 
   
Gerhard und Claus an der Passhöhe di Ticchiano Lerici an der Punta Bianca 

 

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Erlebnisbericht: Augsburg - Sölden - Augsburg in zwei Tagen 

von Martin Utz

Zusammen mit dem RSG-Amateur Christoph Nenning machte ich mich am Wochenende (12. und 13.6.2010) mit Rad und Rucksack auf den Weg nach Sölden in Tirol.  Da wir beide in Augsburg studieren, starteten wir von dort aus.

Um 6:30 Uhr verließen wir Augsburg Richtung Süden. Immer grob dem Lech folgend überquerten wir nach 100 km um punkt 10 Uhr bei Füssen die Grenze. Bei mehr als 25 Grad erklommen wir bis Mittag das Hahntenjoch, in Imst hatte es dann 32 Grad. Die weitere Fahrt über Sausten ins Ötztal war dann weniger angenehm. Stetiger Gegenwind und bereits 180 km in den Beinen machten die Sache nicht leichter. Drei Kilometer vor Sölden kam dann noch ein Regenschauer dazu, so dass wir uns kurz unterstellten. Es blieb aber warm.

Nachdem wir eine Pension gefunden hatten, machte ich mich alleine noch auf den Weg zum Tiefenbachgletscher. 14 Kilometer steigt die Straße mit im Schnitt über 11 % an, die steilsten Stellen haben 16 %. Das Wetter war wieder freundlich, am frühen Abend hatte es auf 2300 m ü.d.M. noch 21 Grad.

Die Auffahrt ist unwirklich. Die Skistationen sind geschlossen, so dass ich außer einem Auto- und einem Radfahrer allein in dieser unheimlichen Gegend unterwegs war.  

Die letzten 1,7 km zum Tiefenbachgletscher führen durch den spärlich beleuchteten Rosi-Mittermeier-Tunnel (siehe Bild oben links). Von Anfang an sieht man aber das sprichwörtliche "Licht am Ende des Tunnels".

Doch nach langen 1,5 Stunden hatte ich den höchsten mit dem Rennrad befahrbaren Punkt in den Alpen erreicht, 2829 m ü.d.M! Während der paar Minuten, die ich im Tunnel war, hatte allerdings das Wetter umgeschlagen: es schneite, 25 Grad weniger als noch vor 4 Stunden in Imst. Die Abfahrt im Dauerregen durch die steilen Kehren war dann eine sehr kalte Angelegenheit. Die Topgeschwindigkeit dennoch 96 km/h auf der Geraden zur Mautstation.

Nachdem Christoph nun schon gut zwei Stunden auf mich gewartet hatte, ging es endlich zum Abendessen.

Am Sonntag war die Stimmung etwas gedrückt. Zum einen die Erschöpfung des Vortages nach über 250 km mit fast 5000 Höhenmetern, zum anderen der tiefe Nebel und die nassen Straßen.

Um 9 Uhr fuhren wir erst einmal getrennte Wege: Heute nahm Christoph die Gletscherstraße in Angriff, auf der es lange neblig und empfindlich kühl blieb. Aber auch er hatte sich für dieses Wochenende die Bezwingung dieses Superlativs vorgenommen. Und: halbe Sachen gibt's bei der RSG nicht!

Ich für meinen Teil wählte einen "sanfteren" Berg als Aufwärmprogramm für die Heimfahrt: das Timmelsjoch. Bereits ein paar Kehren nach Zwieselstein waren alle Wolken verzogen, blauer Himmel und beste Sicht von der Panoramastraße. Nach der Mautstation folgt leider erst eine Abfahrt, bevor es endgültig im Timmelsbachtal auf 2479 m  hoch geht. Urplötzlich kam an der Passhöhe von der italienischen Seite her Nebel auf, Sichtweite unter fünf Metern. Ich hätte nicht mit den Motorradfahrern tauschen wollen, die mich gerade noch überholten und jetzt ins Passeiertal wollten. Für mich folgte der angenehmere Teil: die Abfahrt, ohne Nebel. Dank des starken Jochwindes erreichte ich 107,5 km/h in der Spitze.

Vor Sölden traf ich wieder auf Christoph, der mir schon entgegen radelte und die Rucksäcke aus der Pension geholt hatte. Angenehm rollten wir das Ötztal runter nach Imst.

Es stand die letzte große Prüfung auf dem Programm: das Hahntenjoch von Imst, bereits vor dem Ortsausgang Steigungen mit zweistelligen Prozentwerten.

Christoph machte weiter einen fitten Eindruck, während ich nicht wusste, ob ich mehr mit mir oder doch mit dem Berg kämpfte. Gegessen und getrunken hatte ich ausreichend, die Beine an sich machten auch mit und dennoch ging es nicht vorwärts. Nachdem Christoph eine halbe Ewigkeit auf mich gewartet hatte, ging es endlich wieder runter. Nach ein paar Minuten kamen wir in ein Gewitter, nach kurzem Unterstellen fuhren wir im Regen weiter.

Bis Reutte: Regen. Bis Füssen: Regen. Bis Augsburg: Regen. 150 km Regen. Hände und Füße aufgeweicht vom Wasser wie nach Stunden im Freibad.

Das tückische während der letzten 1,5 Stunden war, dass es ohne Richtungswechsel nach Augsburg ging. Nur noch monotones Fahren nach 9 Stunden im Sattel, die Konzentration auf einem Tiefpunkt. Zum Wachwerden half kurz vor Augsburg noch ein Schluck Cola, um den Stadtverkehr zu überstehen. Ziemlich erschöpft, noch rechtzeitig zum Spiel Deutschland - Australien, waren wir nach mehr als 265 km wieder in unserer "Wahlheimat" Augsburg.

Die Strecke, die Höhenmeter und das Gelände, aber auch das Wetter machten diese Wochenendtour  zu einem Rennraderlebnis der Extraklasse. 

 

   
Noch im Lechtal sind die Alpengipfel schon fast greifbar.  Eine unwirkliche Szene: die Gletscherstraße (Samstag)
Die Gletscherstraße am Sonntagmorgen: Schnee auf dem Asphalt Auf dem Hahntenjoch war es am Sonntag auch nicht wirklich einladend.
 

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Bildersammlung: Trainingswochenende in den Vogesen

Zurück sind mittlerweile auch die Radtourenfahrer, die am Wochenende 25. und 26. April in den Vogesen trainierten. Ohne einen Zwischenfall wurden 127 km mit 1900 Höhenmeter und 97 km mit 1400 Höhenmeter gefahren.

 

 

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Rennradwochenende in Vorarlberg

Ansbach (mu, 13.7.09) Immer wieder verabreden sich Vereinsmitglieder auch zu Wochenendtouren außerhalb von Vereinsveranstaltungen. Und auch dies macht ja einen Verein aus, der es ermöglicht, Kontakt zu Gleichgesinnten zu finden und zu halten. Nachfolgend berichtet Ernst Sessner von einem verlängerten Wochenende in Vorarlberg:

 

Rennradwochenende in Vorarlberg/Schweiz im Juli 2009

- Claus Zellner =  Streckenscout insbesondere bergauf

- Dieter Sorg =    der ruhende Pol

- Walter Ringler = Pannenkönig

- Ernst Sessner =  Schwergewicht der Tour  

 

Die Idee war schnell in die Tat umgesetzt - ab in die Berge für ein verlängertes Wochenende. Gut untergebracht im Landhaus Muther sind wir vom Übernachtungsort Bludenz in Vorarlberg zu 3 Tagestouren gestartet. Der Höhepunkt war sicherlich die Silvretta Hochalpenstrasse mit allem, was man sich von einem Alpenpass so erwartet. Nähere Angaben über die Touren gerne auch persönlich oder über die Anstiege dann bei http://www.quaeldich.de/Willkommen.shtml

PS - unterwegs gibt  es reichlich Gelegenheiten für einen Stop (Espresso, Hefeweizen, Eis, etc...)    

 

 

1. Tag: 110 km, 2.000 hm

- Rankweil-Dornbirn - Skigebiet Bödele 700m - Au-Furkajoch 1.761m - Rankweil Anfahrt im flachen Rheintal, erste Herausfoderung von Dornbirn zum Skigebiet Böderle, Hammeranstieg zum Furkajoch mit >14%, 22 km Abfahrt nach Rankweil

Das Bild rechts zeigt die Gruppe auf dem Furkajoch auf 1761 m.

 

Dieses, und die anderen Bilder auch, werden nach Anklicken in einem neuen Fenster geöffnet.

 

 

 

 

 

 

2. Tag: 100 km, 1.600 hm

- Bludenz 585 m - Bielerhöhe (Silvretta Hochalpenstraße) 2.032m - Bludenz Anfahrt im Tal nach Parternen schon leicht ansteigend, dann 15 km zur Bielerhöhe als echte Herausforderung, rauschende Abfahrt bis fast zurück nach Bludenz.  

 

 

Das mittlere Bild zeigt die Bielerhöhre (Silvretta Hochalpenstraße) 

 

 

 

 

 

 

 

3. Tag: 90 km, 1.300 hm

- Oberriet - Altstätten - Eggerstanden 884m -Appenzell - Schwägalp 1.365m - Oberriet. Nach 10 km einrollen im Rheintal der erste Anstieg >13% Richtung Appenzeller Land, stetiges Auf und Ab bis Urnäsch, anstrengender Anstieg mit >10% zum Biergarten auf der Schwägalp, aufgrund der Abfahrten ist der Rückweg allerdings ein Leichtes.

 

 

Auf dem rechten Bild ist der erste Silvretta Stausee zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

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